Liebe Mitbürger,
wir laden Sie alle herzlich zur Einweihung der beiden Informationstafeln über "Todesmärsche in Oberfranken" am Volkstrauertag, 13.11.2011 um 14:00 Uhr nach Wunsiedel ein.
Auf dem Wunsiedler Friedhof sind seit dem 31. August 1945 dreißig jüdische KZ-Opfer beerdigt, die kurz vor Kriegsende im Zeitelmoos ermordet und dort verscharrt worden waren. Wir wollen mit diesen Tafeln einen Beitrag dazu leisten, dass das Schicksal dieser Menschen nicht in Vergessenheit gerät, dass aber auch darauf hingewiesen wird, wer verantwortlich dafür war.



Wunsiedel - Ein jüdisches Trauergebet sprach der Hofer Rabbiner David Goldberg bei der Gedenkfeier für die 30 auf dem Wunsiedler Friedhof begrabenen KZ-Häftlinge. Die Identität der Toten ist bis heute nicht bekannt. Da sie in Särgen, an denen sich kein Kreuz befand, bestattet wurden, und bei der Trauerfeier am 31. August 1945 auch ein Rabbiner anwesend war, sind sich die Heimatgeschichtsforscher einig, dass es sich um Juden handelt. Deshalb waren bei der Veranstaltung am Dienstagabend zwar die Vertreter der christlichen Kirchen auf dem Friedhof anwesend, beteiligten sich aber nicht aktiv an der Zeremonie. David Goldberg las einen hebräischen Text aus dem Kaddisch und stimmte einen Klagegesang an, der den vielen Gästen regelrecht unter die Haut ging.